260106 PortKI RZ RGB

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Worum geht es?

Das Verbundprojekt PortKIDialog+2035 wird vom ma-co gemeinsam mit dem Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML, der HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG und EUROGATE umgesetzt, flankiert vom Artifical Intelligence Center Hamburg (ARIC), dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) und ver.di. Im Mittelpunkt steht die menschenzentrierte Einführung und Nutzung von KI in der Hafenwirtschaft, um die Auswirkungen auf Jobprofile in White- und Blue-Collar-Bereichen systematisch zu analysieren und zukunftsfähige Qualifizierungs- und Lernformate zu entwickeln. Ziel ist es, Beschäftigte und Führungskräfte in See- und Binnenhäfen bis 2035 so zu befähigen, dass sie KI-basierte Technologien kompetent nutzen, neue Aufgabenprofile übernehmen und die digitale Transformation sozialverträglich mitgestalten können.

Motivation

Die fortschreitende Automatisierung und insbesondere der Einsatz von KI verändern Tätigkeiten, Arbeitsprozesse und Qualifikationsanforderungen in der Hafenwirtschaft tiefgreifend und in kurzen Innovationszyklen. Tätigkeiten mit hohem Automatisierungspotenzial werden teilweise substituiert, während neue Aufgaben mit erhöhten Anforderungen an KI-Verständnis, digitale Kompetenzen und Resilienz entstehen. Gleichzeitig besteht die Herausforderung, diesen Wandel in einem wettbewerbsintensiven Umfeld so zu gestalten, dass Beschäftigte Akzeptanz entwickeln, psychische Belastungen abgefedert werden und bestehende Arbeitsplätze ebenso gesichert wie neue geschaffen werden.

Projektansatz

Arbeitsschwerpunkte des Vorhabens sind:

  • Systematische Analyse der Auswirkungen von KI auf Jobprofile in White- und Blue-Collar-Bereichen sowie der Technologie-Folgen-Wirkungen inklusive emotionaler Belastungsfaktoren.
  • Soll-Ist-Analyse aktueller und zukünftiger Tätigkeits-, Kompetenz- und Anforderungsprofile bis 2035, inklusive Benchmark mit strukturell vergleichbaren Branchen.
  • Entwicklung eines Tools zur KI-Impact-Analyse, mit dem Hafenbetriebe kontinuierlich Tätigkeits- und Qualifikationsveränderungen auswerten und Szenarien für KI-Einsatz, Produktivität und Kompetenzbedarfe simulieren können.
  • Ableitung und Umsetzung neuer Qualifizierungs- und Weiterbildungskonzepte zur KI-Anwendungskompetenz für gewerbliche und administrative Beschäftigtengruppen, einschließlich innovativer KI-gestützter Lernformate und immersiver Simulationen.
  • Aufbau und Integration von KI-gestützten Großgeräte-Simulatoren im Digitalen Trainingscenter, um realitätsnahe Szenarien zu trainieren und Zukunftskompetenzen wie Problemlösungsfähigkeit, Konzentration, prozessübergreifendes Verständnis und Resilienz zu stärken.
  • Flankierende Begleitung des KI-Change-Prozesses über alle Beschäftigtengruppen hinweg, inklusive wissenschaftlicher Aufbereitung der sozioökonomischen Auswirkungen, Entwicklung von Change-Instrumenten und Handlungsempfehlungen zur Leadership- und Kommunikationskultur.

Förderung & Sozialpartner:

Das Projekt wird gefördert durch das IHATEC II-Programm des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) und von ver.di und dem ZDS eng begleitet.

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