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Worum geht es?

Tanklager sind ein entscheidender Bestandteil unserer Energieversorgung, bergen jedoch Umweltrisiken und stellen hohe körperliche Anforderungen an das Personal. Das Projekt „DigiTank“ begegnet diesen Herausforderungen mit modernster Technologie: Mithilfe der Erstellung eines „Digitalen Zwillings“ werden Anlagen virtuell abgebildet und in Echtzeit überwacht. Durch den Einsatz von Drohnen und Robotern für Inspektionen entstehen Betriebsabläufe, die die Sicherheit erhöhen, die Umwelt schützen und die Mitarbeitenden gezielt entlasten.

Motivation

Tanklager sind ein zentraler Bestandteil der Energie- und Industrieinfrastruktur in Deutschland. Ihre Nähe zu Gewässern macht sie besonders sensibel für Umweltbelastungen. Trotz bestehender Sicherheitsvorkehrungen treten jährlich zahlreiche Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen auf – allein 2022 wurden rund 6,3 Millionen Liter freigesetzt. Hinzu kommen die hohen physischen und psychischen Belastungen für Mitarbeitende, die häufig unter schwierigen Witterungsbedingungen im Schichtbetrieb tätig sind. Das Projekt DigiTank adressiert diese Herausforderungen durch die gezielte Digitalisierung und Automatisierung des Tanklagerbetriebs mit Fokus auf Sicherheit, Umwelt- und Mitarbeitendenschutz.

Ziele

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines digitalen, zukunftsfähigen Tanklagerbetriebs. Im Zentrum steht die Implementierung eines digitalen Zwillings, die Umsetzung eines menschenzentrierten Leitstands sowie die Integration mobiler Überwachungseinheiten (z. B. Drohnen und Roboter). Mit Hilfe von KI-gestützten Analysen sollen Prozesse effizienter, sicherer und umweltfreundlicher gestaltet werden. Gleichzeitig wird durch ein begleitendes Schulungs- und Einbindungskonzept die Akzeptanz und Motivation der Mitarbeitenden gestärkt und langfristig der Fachkräftemangel adressiert.

Projektansatz

Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatz, der technische, psychologische und wirtschaftliche Aspekte integriert.

Zentrale Maßnahmen sind:

  • Analyse des Referenzzustands: Erhebung technischer, wirtschaftlicher und psychologischer Ausgangsbedingungen im Tanklagerbetrieb.
  • Digitale Erfassung von Infrastruktur und Prozessen: Einsatz von Sensorik, Kameras und Drohnen zur Erstellung eines digitalen Zwillings und zu der Echtzeitüberwachung und -steuerung.
  • Entwicklung eines KI-gestützten Leitstands: Nutzendenzentriert gestaltet, zur Unterstützung der Mitarbeitenden und Reduktion kognitiver Belastung.
  • Einsatz mobiler Überwachungseinheiten: Drohnen und Roboter ermöglichen gezielte Interventionen bei sicherheitskritischen Ereignissen.
  • Schulungskonzept zur Mitarbeitendenintegration: Aufbau praxisnaher Trainingsangebote zur Akzeptanzförderung und sicheren Anwendung der neuen Technologien.

Konsortium: