Wissensmanagement
„... damit Wissen und Erfahrungen nicht in Rente gehen“
Ein Generationenwechsel steht in vielen Branchen bevor. „Viele Unternehmen befinden sich in einem Umbruch von Alt zu Jung, erfahrene Mitarbeiter mit Fachwissen gehen in den nächsten Jahren in Rente“, mahnt Rüdiger Piorr, Geschäftsführer der Unternehmensberatung bkp. „Der Verlust dieses Spezialwissens kann vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen fatal sein.“
Eine große Herausforderung für die Personalabteilungen wird es daher in Zukunft sein, den Wissenstransfer von Alt auf Jung sicherzustellen und so das Expertenwissen ihres Unternehmens zu sichern. Rund 10 Prozent der Mitarbeitenden gehören zu dieser Spezies von Wissensträgern. Sie verfügen über ein Spezialwissen, das sie im täglichen Arbeitsprozess nicht mit Kollegen und Kolleginnen teilen und zum Beispiel durch Beteiligung an wichtigen technischen und organisatorischen Innovationen erworben haben. Es sind jene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die beim Eingang eines Auftrags schon ahnen, welche Schwierigkeiten auftreten könnten und diese im Vorwege einplanen.
Wissensweitergabe – klar, aber wie
Die punktuelle Wissensweitergabe beim Ausscheiden eines Mitarbeiters mit einem hohen Maß an Erfahrungswissen geschieht meist von Person zu Person, vom Wissensgeber zum Wissensnehmer. ma-co bietet jetzt in Kooperation mit der Unternehmensberatung bkp einen Workshop „Wissensmanagement“ an, um den Unternehmen der maritimen Wirtschaft zu helfen, Wissensgeber in ihren Betrieben aufzuspüren und den Wissenstransfer zu einem Nachfolger methodisch und strukturiert zu begleiten. ma-co-Projektleiterin Caroline Baumgärtner: „Damit den Reedereien und Betrieben der Hafenwirtschaft wertvolles Wissen nicht verloren geht, begleiten wir sie bei dem gesamten Prozess, von der Identifikation wichtiger Wissensträger bis zum vollzogenen Wissenstransfer.“

Grundlage des ma-co-Workshops ist das Konzept Nova.PE der Firma bkp, die bereits 25 Unternehmen zum Wissenstransfer beraten und über 100 Transferprozesse angestoßen und begleitet hat. „80 Prozent des Wissens von ausscheidenden Mitarbeitern konnten wir durch unser Konzept im Unternehmen erhalten“, schätzt bkp-Geschäftsführer Rüdiger Piorr.
In kurzen Interviews mit einschätzenden Führungskräften werden im Rahmen eines Risiko-Screenings von ma-co zunächst die Wissensgeber ermittelt: Bei welchen Mitarbeitern könnte die Verrentung in den nächsten fünf Jahren zu Problemen führen? Welches Know-how sollt unbedingt vor dem Ausscheiden bewahrt werden? Welche Kompetenzen sind für den Betrieb unverzichtbar?
Dieses Ergebnis wird in einem Personenreport stichwortartig festgehalten. Auf Grundlage dieses Reports wird über die Notwendigkeit eines Transferprozesses zur Weitergabe des Know-hows entschieden.
Im nächsten Schritt wird von bkp der Transferprozess angestoßen. Wissensnehmer und Wissensgeber werden angesprochen. Vom Wissensgeber wird ein Wissensbaum seiner Berufsbiografie angefertigt. Sein Werdegang bildet die Wurzeln, seine Kompetenzen den Stamm. Die Krone wird von den Früchten gebildet, die für das Unternehmen von besonderer Bedeutung sind. „Der Wissensbaum ergänzt die Analyse der Führungskraft um die Sichtweise des ausscheidenden Mitarbeiters. So ist gewährleistet, dass auch wirklich nichts vergessen wird“, erläutert Piorr. Ein Coach begleitet die Erarbeitung eines Transferplans, in dem der Transferprozess zeitlich und inhaltlich festgelegt wird. Der eigentliche Transfer von Geber zu Nehmer findet dann in Eigenregie statt und wird lediglich durch gelegentliche Gespräche unterstützt.
Gesucht: Pilotunternehmen für den Workshop „Wissensmanagement“
ma-co sucht für den Workshop „Wissensmanagement“ noch Pilotunternehmen, die an einem Risiko-Screening zur Feststellung der Wissensträger und des demografischen Risikos in ihrem Unternehmen teilnehmen. Falls Wissensgeber identifiziert werden, organisiert ma-co in Kooperation mit bkp den anschließenden Transferprozess. Rechtzeitiger Wissenstransfer von Alt auf Jung, der auch die Beziehungen zu externen Kontakten einschließt, das ist unser Ziel.
Kontakt: ma-co e.V., Andreas Kowalski, Telefon (040) 75 60 82-653,
E-Mail: andreas.kowalski@ma-co.de
